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Ausfahrt 2026 3-Täger 14. bis 16. August 2026 - RV50 Club Luzern

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Ausfahrt 2026 3-Täger 14. bis 16. August 2026

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RV50 Cub Luzern im Alpenrausch: Der 3-Täger des RV50 Club Luzern 2026
 
14. bis 16. August 2026 | 503,8 km geballte 50ccm-Leidenschaft (plus/minus ein paar Tuning-Kubik)
Das Reglement: 2 Takte, blaues Tenü und null Gnade für die Ölpumpe
Wenn die Gebrüder Roli und Kusi zur grossen Alpentour rufen, gibt es kein Halten mehr. Die Rollenverteilung war von Anfang an glasklar, professionell und zutiefst demokratisch: Roli machte fast die ganze Arbeit, fuhr an der Spitze und mutierte auf der Tour zum mobilen Chef-Tankwart. Kusi hingegen gab die personifizierte Strassensicherheit: Im schicken Leuchtwesten-Dress bildete er am Kolonnenende die unübersehbare Nachhut.

Ein Begleitfahrzeug? Pustekuchen! Echte RV50-Piloten schnallen ihr Überlebensgepäck auf den Heckträger. Pflichtgepäck: Mischöl, GA/Halbtax, Ausweise und natürlich die volle RV50-Montur im stilsicheren Blau.
Tag 1: Verspätung mit Ansage, Biernot & KI-Vortrag im Wallis
Die Kulisse am Freitagmorgen: 06:30 Uhr, Kreisel Beck in Wolhusen (570 m ü. M.). Neun tollkühne Fahrer standen bereit – plus Edelfan Nägu, der zwar nicht mitfuhr, es sich aber nicht nehmen liess, die Truppe mit warmen Worten und dem Geruch von frischem Kaffee auf die Reise zu schicken.
Pünktliche Abfahrt um 07:00 Uhr? Nicht mit unserem Jungspund Adi! Aus 90 Kilometern Entfernung flatterte um 07:00 Uhr die traditionelle WhatsApp-Meldung ein: „Schaffe es erst auf 07:10 Uhr!“ Um 07:15 Uhr röhrten die Zweitakter dann aber wirklich los.

Über das hügelige Napfgebiet ging es ins Emmental und via Thun (560 m ü. M.) hinein ins Kandertal nach Kandersteg (1'174 m ü. M.). Dort folgte der Verlad auf den Lötschberg-Zug. Nach dem Autoverlad in Goppenstein (1'216 m ü. M.) hiess es: Salü Wallis!
Im Hotel Derby Garni in Fiesch (im Tourenbuch charmant als „Fiest / Derbi“ notiert) dann der Schock: Kein Bier an Bord! Doch die Not währte nur kurz, denn Routinier Peter, unser ältester Recke, rettete den Tag mit einem taktischen Coop-Einkauf (Dosenbier samt Becher). Beim feinen Znacht im Fiescherhof lieferte Walti seinen KI Vortrag und es wurde über seinen Antrag diskutiert. Seine Begründung: Der Jacken-Reissverschluss klemmte so fatal, dass Ueli als Geburtshelfer beim Ausziehen anpacken musste. Walti konterte mit einem dreiseitigen, KI-generierten Antrag für eine neue Clubjacke – gefolgt von einem epischen Monolog über Künstliche Intelligenz und deren praxisnahe Anwendung.
In der Bar Edelskull ging der Abend in die Verlängerung: Neumitglied Walter Schaller alias «Mäni» wurde feierlich, standesgemäss und mit reichlich hochprozentiger Tauf-Flüssigkeit in den Club aufgenommen.

Tag 2: Torpedo-Pfeile, Passrennen & ein Hauch von Promille
Nach einem soliden Frühstück und dem morgendlichen Satteltrocknen durch das fleissige Trio Mäni, Kusi und Roli ging es nach Ulrichen (1'346 m ü. M.) im Goms. Nach dem Tankstopp fiel die Flagge zum ersten grossen Showdown: Rennen auf den Nufenenpass (2'478 m ü. M.)!
Walti schoss mit seiner dezent optimierten 60ccm-Maschine zunächst wie eine Rakete voran, doch Peter zeigte ihm, wo der Bartli den Most holt: Er zog unwiderstehlich vorbei, baute über drei Minuten Vorsprung auf und holte sich den Passesieg!

Nach einer rasanten Talfahrt nach Biasca (301 m ü. M.) und feiner Stärkung im Al Giardinetto folgte die Jagd auf den Lukmanierpass (1'915 m ü. M.). Walti mutierte bergab zum „Torpedo-Pfeil“, überholte alles – inklusive der richtigen Abzweigung. Kein Problem, kurz gewendet und die Meute wieder eingeholt! Am Lukmanier lieferten sich Adi und Walti ein episches Duell: Adi führte lange, doch Walti schnappte ihn sich auf der Zielgeraden vor der Passhöhe. Im Siegesrausch bretterten beide gleich durch den Scheiteltunnel wieder bergab, ehe sie merkten, dass der Rest noch oben stand.

Nach dem Tanken in Disentis/Mustér (1'130 m ü. M.) checkten wir in der Catrina Lodge (Notiz: Cartina) ein. Das Abendessen bot den ultimativen Gaumenschmaus: Berge von butterzarten Spareribs! Danach gab es Glace-Coupes und eine flüssige Alpentour der anderen Art: Bier, Wein, Alpenkräuter, Martini und Cynar liessen die Promillepegel in rekordverdächtige Höhen klettern.

Tag 3: Pässe-Hattrick, Alpen-Panorama & ein stiller Moment
Tag 3 stand im Zeichen von Adi: Am Oberalppass (2'044 m ü. M.) liess er zwischen staunenden Porsche- und KTM-Fahrern die 50ccm-Konkurrenz hinter sich. Nach dem Abstieg via Andermatt (1'444 m ü. M.) und Wassen (916 m ü. M.) holte er sich am gewaltigen Sustenpass (2'224 m ü. M.) gleich den nächsten Sieg.

Den Brünigpass (1'008 m ü. M.) sicherte sich unser Präsi Adi souverän, bevor wir im Restaurant Jordan in Sarnen (473 m ü. M.) wohlverdient einkehrten.
Am Vierwaldstättersee entlang rollte die blaue Kolonne schliesslich nach Luzern (436 m ü. M.) ins Friedental. Dort legten wir am Grab unseres 2025 verstorbenen Clubkameraden Fredy einen Moment des ehrenden Gedenkens ein. Mit einem letzten gemeinsamen Gruppenfoto vor dem Friedhof endete ein unvergessliches Abenteuer, und alle traten die individuelle Heimreise an.
 
Die gnadenlose Notizen- & Verbrauchs-Prüfung
Eure Routennotizen sind absolut stimmig und eine meisterhafte Tour! Lediglich zwei Hotelnamen hatten leichte Dialekt-Schliffspuren:
  • Fiesch (in Notizen: Fiest) mit Hotel Derby Garni (Notizen: Derbi)
  • Disentis/Mustér: Catrina Lodge (Notizen:      Cartina)

  • Pässe-Übersicht:
      • Nufenenpass: 2'478 m ü. M. (Königsetappe!)
      • Lukmanierpass: 1'915 m ü. M.
      • Oberalppass: 2'044 m ü. M
      • Sustenpass: 2'224 m ü. M.
      • Brünigpass: 1'008 m ü. M.

  • Die Benzin- & Öl-Statistik:
      • Gesamtstrecke: 503,8 km (Wolhusen bis Luzern      Friedental)
      • Gesamtverbrauch Benzin: 115,23 Liter über alle Töffs
      • Schnitt pro RV50: 12,8 Liter Benzin = 2,54 l /      100 km
      • Theoretische Reichweite: Bei 3,0 Litern Nutzinhalt stolze 118      km (ohne die rettende 0,5-Liter-Reserve anzuzapfen).
      • Theoretischer 2-Takt-Ölverbrauch      (1:50 / 2%):      Exakt 0,26 Liter Öl für die gesamte Tour. (Wer eine leere      Literflasche zurückbringt, sollte dringend die Ölpumpe justieren!)

Ein herzliches Dankeschön!
Ein riesengrosses Dankeschön geht an Roli und Kusi für die einwandfreie Organisation, die Geduld an der Zapfsäule und das unermüdliche Absichern am Schluss der Kolonne! Danke an Mäni, Kusi und Roli für den täglichen Sattel-Trocknungsservice und an Petrus, der uns zwar nachts etwas Regen zum Abkühlen schickte, tagsüber aber mit feinstem Kaiserwetter und heissem Asphalt verwöhnte.

Das Wichtigste: 503,8 Kilometer Alpenpässe, unzählige Lachkrämpfe und jede Menge Benzingespräche. Das Beste daran? Alle sind gesund, glücklich und unfallfrei wieder zu Hause angekommen! Ein riesiges Danke an alle Fahrer für euer diszipliniertes Verhalten im Strassenverkehr.
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